Gute drei Jahre gibt es InnoGames inzwischen und fast ebenso lang bilden wir auch aus. Mit Thorben Rackow hat jetzt der erste unserer insgesamt neun Azubis seine Ausbildung zum Fachinformatiker abgeschlossen. Nach schriftlicher und mündlicher Prüfung stand für ihn am Ende eine glatte Zwei zu Buche - wir freuen uns wahnsinnig mit ihm! Für unseren Blog wirft Thorben einen Blick zurück auf seine Ausbildung.
An meiner Ausbildung hat mir am meisten gefallen, dass ich von Beginn an nicht wie ein klassischer Azubi behandelt wurde. Ich habe mich gleich als vollwertiges Mitglied des InnoGames Teams gefühlt. Meine Chefs haben mir nicht nur erzählt, dass sie mich ausbilden, um mich später zu behalten, sie haben vom ersten Moment an auch so gehandelt. Ich musste also nicht nur die Hilfsarbeiten erledigen, sondern bekam auch eigene Projekte. Nach einem dreiviertel Jahr habe ich beispielsweise den Auftrag bekommen, ein neues Support-Tool zu schreiben. Ich hatte dafür zwar immer jemanden, mit dem ich mich beratschlagen konnte, aber es stand niemand hinter mir, der jeden Klick überwacht hat.
Diese Freiheit zog sich eigentlich durch meine ganze Ausbildung. Wir arbeiten hier alle flexibel. Wenn Not am Mann ist, bleibt jeder gerne länger da, um einen Auftrag zu Ende zu machen. Aber wenn man aus bestimmten Gründen mal früher gehen muss, ist das auch nie ein Problem.
Besonders gefreut hat mich die Unterstützung durch meine Chefs beim Thema Verkürzung der Ausbildungszeit. Da haben die sich sehr für mich eingesetzt und so kann ich mich jetzt schon nach zweieinhalb Jahren fertig ausgebildeter Fachinformatiker nennen. Die Ausbildung ist also zu Ende, meine Arbeit bei InnoGames noch lange nicht. Was ich in den letzten Jahren gelernt habe, will ich schließlich noch lange ins Unternehmen einbringen.
InnoGames bildet in allen Bereichen des Unternehmens aus, neben der betrieblichen Ausbildung ist auch ein duales Studium möglich. Für den Sommer sind noch die Ausbildungsplätze als Industriekaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau und Fachinformatiker/in für Systemintegration offen.
Wer schön sein will, muss leiden. Wer öffentlich sein will, manchmal auch – das haben wir jedenfalls bei einem Foto-Shooting für die rumänische Ausgabe des Forbes Magazins herausgefunden. Während des Browsergames Forums haben wir uns mit einer Redakteurin und einem Fotografen samt professioneller Studiotechnik getroffen, beide waren extra für uns aus Bukarest angereist. Elena Stanescu, ist begeisterte Stämme Spielerin und hatte schon lange geplant, unsere Unternehmensgeschichte im Forbes Magazin vorzustellen. Das etwa zweistündige Interview mit ihr gestaltete sich dann auch sehr angenehm, obwohl wir uns zu fast nachtschlafender Zeit um 23 Uhr getroffen haben. Beim Shooting am folgenden Tag merkten wir dann allerdings, was einen perfektionistisch veranlagten Profifotografen so alles auszeichnet. Es waren nur drei verschiedene Positionen, die wir für die Bilder einnehmen mussten, diese jedoch jeweils für mindestens eine Stunde. Und eine Stunde ein imaginäres Schwert in die Luft zu halten, kann ganz schön anstrengend sein, haben wir festgestellt…
Getröstet hat uns dabei, dass auch Fotograf Sorin Stana einiges an Sportlichkeit aufbieten musste, um den perfekten Abschusswinkel zu finden – in den meisten Fällen lag der etwa 3,5 cm über der Grasnarbe beziehungsweise dem Teppichboden. Nach drei Stunden und gefühlt 22.000 Blitzlichtern hatten wir es dann geschafft: Sorin war glücklich, also waren wir es auch. Und trotz- oder gerade wegen – dieser Anstrengung hat uns Sorin von seiner Professionalität und fotohandwerklichen Klasse absolut überzeugt.
Sorins Arbeit und unser Durchhaltevermögen haben sich wohl auch gelohnt. Immerhin sechs Seiten widmet die aktuelle Forbes Ausgabe unserer Firma. Wer von euch des Rumänischen mächtig ist oder einfach gerne viele bunte Bilder sieht, kann sich den Artikel als PDF-Version über unserer Homepage herunterladen. Viel Spaß beim blättern – oder scrollen!
Am vergangenen Wochenende hat sich die Browsergames Szene in Frankfurt getroffen - das dortige Browsergames Forum (BGF) ist mit knapp 500 Teilnehmer der wohl größte Treff für diese Branche überhaupt. Auch InnoGames war natürlich mittendrin und hat in diesem Jahr das Treffen auch erstmals als Premium Sponsor unterstützt.
Für unser Unternehmen hat das Forum eine ganz besondere Bedeutung. Die Gespräche während des BGFs 2005 mit anderen Entwicklern und Anbietern von Browsergames waren einer der entscheidenden Schritte auf dem Weg in die Professionalität – und zur Gründung der InnoGames GmbH. Wir haben also hautnah miterlebt, wie wichtig der Austausch und die Diskussion auch mit Mitbewerbern sind. Hinzu kommt, dass die Browsergames Szene in Deutschland noch immer einen insgesamt familiären Charakter hat. Die Zahl der agierenden „Player“ wird zwar größer, ist aber immer noch überschaubar – man kennt sich untereinander einfach.
Einer der wichtigsten Trends, der sich in diesem Jahr heraus kristallisiert hat, ist wohl der Richtung Social Games. Kaum ein Anbieter, der nicht zumindest darüber nachdenkt, sich diesem Aspekt künftig noch stärker zu widmen. Die Einbindung von Facebook & Co scheint sich immer mehr durchzusetzen und auch eigene Spiele werden dafür wohl noch häufiger entwickelt werden.
Bei drei Vorträgen und einer Diskussionsrunde hat InnoGames das BGF direkt mitgestaltet, so beschäftigte sich Eike mit dem Thema Gamebalance, Hendrik diskutierte darüber, was ein Spiel zu einem „Triple A“ macht, Tim widmete sich dem Thema Cheating in Browsergames und mit Nils stellte ich gemeinsam unser neues Spiel Grepolis vor.
2009 war das erste Jahr, bei dem wir uns so stark als Unternehmen in die Gestaltung des Forums eingebracht haben. Unsere Erfahrungen und auch das Feedback waren dabei so positiv, dass wir uns dies auch für das kommende Jahr sehr gut vorstellen können.
Man könnte fast meinen, nach zwölf Monaten am selben Standort wird es uns zu langweilig: Heute haben wir am Harburger Hafen unsere neuen Büros bezogen – es war der dritte Umzug im dritten Jahre der InnoGames Geschichte. Es ist allerdings nicht so, dass wir nur aus Jux und Dollerei einmal im Jahr unsere sieben Sachen packen ( alle umzugsgeplagten Leser werden dies wohl eh ausschließen können). Wir sind schlichtweg zum wiederholten Male aus unseren Büros herausgewachsen, zuletzt war der Mangel an freien Büroplätzen unser größtes Wachstumshemmnis. Das soll sich jetzt im Harburger Channel ändern: Wir sind gekommen um zu bleiben.
Vor dem Umzug lag allerdings ein ganzer Haufen Arbeit: 175 Umzugskartons haben wir gepackt, mehrere Kilometer Netzwerkkabel neu verlegt und die komplette interne IT-Struktur des Unternehmens zehn Kilometer weiter östlich aufgebaut. Vor allem für Systemadministratoren, Teamassistenz und Geschäftsführung bedeutete dies viele Überstunden mit Aufgaben zu verbringen, die nicht immer Spaß machen. Gleichzeitig lockte die Vorstellung von einer kompletten Büroetage nur für InnoGames – bislang sind wir auf drei verschiedene Stockwerke in zwei unterschiedlichen Gebäuden verteilt. Die internen Wege werden also deutlich kürzer.
Am Freitag war dann der große Tag gekommen, mit einem Dutzend Umzugshelfern ging es in einem 16-stündigen „Umzugs Iron Man“ auf die nicht all zu weite Reise von der Harburger Peripherie ins Zentrum. Ein wenig überraschend, sind alle Teile unversehrt im neuen Büro angekommen und auch die letzten Aufbauarbeiten am Montagmorgen sind bereits nahezu komplett abgeschlossen. Auf 900 Quadratmetern dürfen wir uns jetzt ausbreiten, in Anbetracht des rasanten Wachstums in der Vergangenheit haben wir uns außerdem die Option auf eine zusätzliche Büroetage gesichert, die nutzbare Fläche würde sich dadurch beinahe verdoppeln. Die Innenstadtnähe und der Wasserblick in vielen Büros machen den Standort auch für Mitarbeiter attraktiv.
An dem erstaunlich reibungslosen Umzug haben ganz großen Anteil: Flexi, Maren, Michael, Raimund, Saara, Thomas und Wolfi. Vielen, vielen Dank euch allen!
Seit heute gibt es auf unserer Homepage sowie auf youtube ein neues Image-Video von InnoGames zu bewundern. In dem 3-Minuten Trailer stellen wir uns potenziellen Mitarbeitern als Arbeitgeber vor. Dank der tollen Arbeit von unserem Regisseur Florian Neumeister ist unserer Meinung nach ein echt toller Film daraus geworden – man sieht uns unsere Leiden vor der Kamera kaum an.
Neben den schauspielerischen Herausforderungen war es vor allem die enorme Hitze, die uns während der Dreharbeiten auf eine harte Probe stellte. Wir hatten uns mit großer Treffsicherheit einen der heißesten Tage des Jahres ausgesucht – es waren knappe 30 Grad im gar nicht so kühlen Norden. Das war allerdings noch gar nichts gegen die Innentemperaturen. Wegen unseres notorischen Platzproblems fanden die Einzelinterviews in einem Raum von etwa 10 Quadratmeter statt. Dank zweier Spotlights schafften wir es schnell, die gefühlte Temperatur auf die Höher einer durchschnittlichen finnischen Dampfsaune zu pushen. So fühlt sich also Lampenfieber an…
Nun ja, auch wenn sich unsere Klamotten danach wie die von Sponge Bob anfühlten, haben wir es am Ende glaube ich ganz gut über die Bühne gebracht. Besonders die Schnitttechnik von Florian, den wir als Regisseur derlei Filme gerne weiterempfehlen, war genau so, wie wir uns das gewünscht haben. Der Film gibt in jedem Fall einen sehr guten Eindruck über die Stimmung in unserem Büro. Wir hoffen, er macht vielen motivierten Leuten Lust, sich bei uns zu bewerben.
In den letzten Wochen und Monaten gab es bei uns im Hamburger Büro fast nur noch ein Thema: Der öffentliche Start unseres neuen Spiels Grepolis. Am 22. September war es dann soweit: Zeus, Athene, Poseidon und Hera hießen 1.000 Spieler auf einer Betawelt in der griechischen Antike willkommen.
Gerätselt hatten wir im Vorhinein unter anderem, wie lange es dauern würde, bis die 1.000 Plätze vergeben sein würden. Eine Woche, zwei Tage oder gar nur ein paar Stunden? Pusteblume: Ganze 176 Minuten waren es am Ende, bis alle 1.000 Plätze vergeben waren – und das von morgens um sechs bis kurz vor neun Uhr. Wow!
Nach dem in den ersten paar Stunden die Performance der Seite doch etwas litt, erholten sich die Server dank einiger schneller Fixes bereits am ersten Tag wieder. Seit Dienstagnachmittag ist das Spiel seitdem flüssig spielbar.
Mehr noch, als auf die Anmeldequote, waren wir aber natürlich auf die Rückmeldungen zum Spiel gespannt. Grepolis ist unser bislang aufwändigstes Spiel und wir waren intern alle bereits sehr begeistert von dem Game. Aber was hilft das, wenn es nicht den Geschmack der Spieler treffen sollte? Ein klein wenig Ungewissheit blieb also noch. Was dann im Forum für Feedback kam, hat uns glatt die Schuhe ausgezogen. Von der ersten Minute an wurden unsere Grafiker mit Lob überschüttet. Die kleinen Animationen im Stadtleben des alten Griechenlands begeisterten unsere User. So etwas habe man bei Browsergames bislang nicht gesehen, war die fast einhellige Meinung unserer Testspieler. Juchuuuu!
Neben der Grafik stießen insbesondere das Tutorial und das Ausbaumenü in den Senatsgebäuden auf sehr positive Resonanz. Wir hoffen jetzt natürlich, dass auch die Langzeitmotivation und unsere Kampfengine ein ähnliches Echo erzeugen werden, die lässt sich natürlich erst in ein paar Tagen beziehungsweise Wochen sagen.
Da Grepolis aus unserer Sicht überaus erfolgreich gestartet ist, gab es heute Mittag eine passende Stärkung: Gyros für alle hieß das Motto, mit dem wir die ersten drei „Grepo-Tage“ gefeiert haben. Tsatsiki und Zwiebeln gehören da selbstverständlich dazu – ein herrlicher Duft liegt in der Luft. Außenstehenden raten wir deshalb in den kommenden Stunden dringend von einem Überraschungsbesuch bei uns ab…
Veranstaltet durch die KOTRA (Korea Trade-Investment Promotion Agency)fand letzte Woche am 17. und 18. September die Messe „Buy Korea 2009“ in der Landeshauptstadt Seoul statt. Als Kooperationsmanager bei InnoGames, flog ich für vier Tage nach Seoul, um bereits bestehende Partnerschaften zu pflegen und neue Geschäftspartner kennenzulernen. Um Euch einen Einblick in den „ganz normalen Wahnsinn“ - also den koreanischen Alltag - zu geben, habe ich ein kleines Blog-Tagebuch geschrieben:
15. September, 15:25 Uhr: In wenigen Minuten geht mein Flieger nach Seoul, ein zweiter Besuch in der 20 Millionen Einwohner starken Hauptstadt. Genau so aufgeregt wie beim ersten Mal begebe ich mich auf die 18stündige Reise. Nach zwei, drei Filmen ist mir klar, dass ich unbedingt schlafen muss – Es werden lange Tage in Korea werden…
16. September: Es ist kurz vor 16 Uhr Ortszeit, ich habe es geschafft! Endlich bin ich am Incheon International Airport angekommen, ca. 60km von Seoul entfernt. Ich begebe mich auf die Suche nach unserem Partner Kyung Hyang. Schnell finden wir uns und suchen den Bus, der sich durch die Rush-Hour Seouls seinen Weg ins Hotel bahnen wird. Eine herrliche Aussicht aus dem Hotelzimmer auf die Stadt Seoul lässt die anstrengende Reise für einen Moment vergessen.
Am Abend darf ich wieder einmal die überragende Gastfreundlichkeit der Koreaner genießen und gehe hervorragend Essen. Die koreanische Küche zeichnet sich aus durch eine gewisse Grundschärfe, eine unglaubliche Vielfalt an Gemüse und Fleisch sowie die frische Zubereitung direkt am Platz. Man muss sich also ein kleines Buffet vorstellen, das vor einem aufgebaut wird, Fleisch wird direkt in dem im Tisch eingebauten Grill zubereitet. Neben fein geschnittenem Rindfleisch gibt es Kimchi (koreanisches Gemüse), Chinakohl, Rettich und verschiedener Fisch. Natürlich wird hier alles mit Metallstäbchen gegessen – Umgang muss gelernt sein! In Deutschland habe ich fleißig vor meinem ersten Besuch in Korea trainiert, mittlerweile klappt es auch mit den Metallstäbchen. Mein absoluter Favorit ist übrigens „Mul naengmyeon“. Eine kalte Speise mit Nudeln und Gemüse, sehr erfrischend, genau das richtige im Sommer. Denn im September sind es dort immer noch deutlich über 25°C.
17. September: 6 Uhr morgens…ich verspüre noch einen leichten Jetlag, als um sechs Uhr das Telefon zum Weckruf klingelt. „Have a nice day“…Naja, diesen Gedanken kann ich um die Uhrzeit noch nicht ganz teilen. Nach weiteren 20 Minuten Schlummern schleppe ich mich zur Dusche. Nach einem ausgiebigen Frühstück fährt der Bus pünktlich um 7.15 Uhr zur Messe „Buy Korea 2009“. Dort finden so genannte „Biz match meetings“ statt. Das bedeutet nichts anderes, als in möglichster kurzer Zeit möglichst viele Firmen zu sprechen und sich über Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Eine Menge koreanische und japanische Spiele werden mir vorgestellt. Viele davon sind auch für den europäischen Markt von großem Interesse. MMORPGs machen dort das meiste Volumen aus, allerdings reicht die Bandbreite von Sportspielen bis zu Reality-Spielen.
Nachdem der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen mit allen anderen Ausstellern zu Ende geht, falle ich um 23 Uhr völlig kaputt ins Bett mit dem Wissen, dass am nächsten Tag der Weckruf bestimmt wieder um 6 Uhr morgens losgehen würde…
Freitag, 18. September: …und so ist es auch – Punkt 6 Uhr werde ich geweckt, na Danke! Gegen 14 Uhr verlasse ich allerdings die Messe schon wieder, um mich mit weiteren interessanten Spieleherstellern direkt in der Stadt treffen zu können. Man sollte meinen es sei leicht ein Taxi in einer Großstadt zu bekommen, auf dem sehr außerhalb gelegenem Messeviertel erweist sich dies jedoch als mehr als schwierig. Nach 30 Minuten umherirren finde ich dann doch eines und kann mit leichter Verspätung in Richtung Innenstadt durch den - so erscheint es mir - rund um die Uhr andauernden Stau fahren. Dort treffe ich dann diverse Hersteller von Client-Spielen. Südkorea, eine Hochburg der Entwickler, tausende Menschen arbeiten in der Gamesbranche, die müssen natürlich untergebracht werden, z.B. in diesem Gebäude:
Am späten Abend wird mir Seoul näher gezeigt… die Stadt ist in Nord (Altstadt) und Süd durch den Fluss Hangang geteilt. Eine spannende Stadt mit unzähligen Facetten, viele Teile bleiben mir auch noch weiterhin unbekannt. Genug Potenzial für weitere Besuche…;-)
Um Mitternacht heißt es dann endlich: Partytime!!! (Ja, in Korea ist es durchaus üblich etwas länger zu arbeiten…)Und wo sonst feiert man in Korea, wenn nicht in einer Karaoke-Bar. Zugegeben, meinen Gesang will eigentlich keiner hören, aber ich habe den Eindruck egal was und wie man singt, die Koreaner sorgen ständig für Stimmung. Drei bis vier Bier später (Bier trinkt man dort übrigens mit Whiskey) traue ich mich dann auch ans Mikrophon und singe bis in die Morgenstunden mit unserem Partner Partylieder…
Nun bin ich fast 24 Stunden wach und falle dann auch dementsprechend völlig ermüdet ins Bett. Wohlwissend habe ich das Hotelzimmer am Vortag bis 18 Uhr verlängert und tatsächlich bin ich auch erst um 17 Uhr wach, packe meine Sachen, besorge noch einige Geschenke für die Zuhause gebliebenen und begebe mich dann zum Flughafen.
Sonntag, 19. September: In Hamburg wieder angekommen genieße ich dann mein erstes Alster bei herrlichem Sonnenschein und verschwinde danach geradewegs ins Bett…
Neben vielen neuen Kontakten, nehme ich auch viele neue Ideen mit nach Deutschland und freue mich schon bald koreanische Spiele europäischen Usern präsentieren zu können.
Auch unser neues Spiel „Grepolis“ fand ein großes Interesse unter den Spielemachern in Seoul. InnoGames hat es mit „Die Stämme“ geschafft, sich in Korea einen Namen als ein führender Anbieter von Browsergames unter den Gamern und in der Gamesbranche zu machen.
Wenn ein Unternehmen stark wächst, ist es eine schwierige Aufgabe, rechtzeitig passende und kompetente Mitarbeiter zu finden. Das gilt für die wachsende Gamesbranche und das gilt natürlich auch für InnoGames mit seinen inzwischen rund 50 Mitarbeitern. Auf der gamescom in Köln haben wir uns mit einem Stand zum Thema Karriere bei InnoGames auf die Suche nach neuen talentierten Mitarbeitern gemacht - die Resonanz war überwältigend.
Zunächst gilt es eines festzuhalten: Das „Job & Karriere“ Forum ist von der IDG Entertainment Media GmbH (u.a. GameStar) ebenso super organisiert worden, wie es von den Besuchern angenommen wurde. Beiden Seiten haben wir dafür zu danken. Dank der medialen Vorarbeit und der breiten Ankündigung des Karriereforums waren die Besucher in den meisten Fällen sehr gut vorbereitet. Viele hatten ihre Bewerbungsunterlagen direkt dabei. Insgesamt 50 schriftliche Bewerbungen haben wir zurück nach Hamburg genommen, viele weitere haben nach langen Gesprächen mit Mitarbeitern von uns angekündigt, noch eine individuelle Bewerbung zu schicken. Das hätten wir uns vorher nicht erträumen lassen. Es hat sich ganz offensichtlich gelohnt, dass wir nicht nur mit unseren Personalverantwortlichen nach Köln gefahren sind, sondern auch Grafiker, Spieleentwickler und Marketingmitarbeiter im Schlepptau hatten.
Neben direkten Kontakten zu eventuellen InnoGames-Kollegen in spe, war es aber auch interessant, sich über die Entwicklungen in der Branche mit anderen Firmen auszutauschen. Es ist ganz offensichtlich, dass Quereinsteiger in die Spieleentwicklung heute noch sehr gute Jobmöglichkeiten haben, aber die Tendenz eindeutig in Richtung einer professionellen Ausbildung geht. Die Studiengänge für Spieleentwickler / Gamedesigner nehmen in der Zahl beträchtlich zu und in nicht all zu ferner Zukunft wird es sicher zur Normalität, dass ein Spieleentwickler auch eine entsprechende betriebliche oder akademische Ausbildung hinter sich hat.
Natürlich gab es auf der gamescom auch andere Themen außer der Personalgewinnung. Der Austausch zwischen den einzelnen Firmen ist immer noch sehr rege. Ganz getreu dem Motto „Wenn zwei sich austauschen, sind am Ende beide schlauer“ herrscht auch zwischen Mitbewerbern der Branche ein kollegiales Verhalten. Dementsprechend entstanden neben der messeüblichen Kontaktpflege auch viele Ideen für Kooperationsmöglichkeiten. Diese wollen wir jetzt in den nächsten Tagen und Wochen spruchreif machen.
Auch wenn sich am Sonntag schlichtweg aufgrund körperlicher Erschöpfung ein Messekater eingestellt hat, ist die gamescom für InnoGames ein solcher Erfolg gewesen, dass wir uns sehr gut vorstellen können, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Jetzt steht aber zunächst auf dem Programm, die eingereichten Bewerbungen zu checken und die angedachten Kooperation zu prüfen.
Seit heute ist es öffentlich: InnoGames bringt ein neues Spiel heraus. Grepolis ist sein Name und führt den Spieler in die griechische Antike – mythische Götterwelt natürlich inklusive! Im September startet die öffentliche Beta-Version, bei der 1.000 Mitspieler Bugs finden, das Game Balancing austesten und hoffentlich viel Feedback geben werden. In unserem Hamburger Büro haben wir in der letzten Woche das ganze schon einmal durchgespielt: Quasi als Gamma-Tester zockten wir die aktuelle Version von Grepolis in 100-facher Geschwindigkeit. Ein atemberaubender Ritt auf Pegasus‘ und Mantikors kam dabei heraus.
Freitag, 7. August, 12:00: In unserer Teamrunde kündigt unser „Grepo-Team“ für 14:00 den Beginn der Büro-Betaversion als Speedrunde an.
14:00 Uhr: Es geht los. In unserem 4-Personen-Büro ist es still. Das ist ungewöhnlich, sehr sogar. Fieberhaft bauen wir Holzfällergebäude auf Tempelstufe auf Akademielevel. Jeder will der erste sein, der sich einen griechischen Gott aussuchen kann. Und welche Polis kann die ersten Hopliten bauen? Jede Sekunde zählt, die Kommunikation ist erst einmal auf das Nötigste beschränkt. Meine Stadt, Alandopolis, wächst und gedeiht in Windeseile. Vollkommen skrupellos beute ich die wehrlosen Bauerndörfer auf meiner Insel aus und zapfe ihre Rohstoffe an.
15:00: Der erste Rückschlag. Die wehrlosen Bauerndörfer wehren sich. Ihre Zustimmung zu meiner Polis ist gesunken und sie töten meine Truppen, als ich nach Rohstoffen verlange. Für mehrere Minuten bin ich praktisch machtlos, in einer Speedrunde kann das bereits mein Ende sein. Nichts geschieht und ich sehe erleichtert, dass ich bereits wieder 40 Schwertkämpfer in meiner Kaserne habe. Das Schlimmste ist überstanden.
16:00: Unser Büro hat eine Allianz gegründet: Die Rächer mit’m Becher. Wir schauen uns den großen Vorsprung an und halten uns 15 Minuten lang für unschlagbar. Dann kommt Hektor. Hektor ist eigentlich Eike, einer der InnoGames-Gründer und Chef-Grafiker. Hektor hat angegriffen. Der nette Mensch, der sich „fieses Arschloch“ nennt und an meinem Schreibtisch gegenüber sitzt, musste kräftig bluten. Gab es die Vendetta auch im alten Athen? Keine Ahnung, aber du wirst bluten Hektor, das ist ein Versprechen der Rächer mit’m Becher!
17:00: Wir haben nun eine schlagkräftige Flotte aufgestellt und planen die Attacke auf Hektor. Insgesamt 500 Schleuderer, eine starke Offensiveinheit, fahren wir auf. Der Countdown zum Angriffsbeginn läuft. Wir ersuchen Zeus um Hilfe, der unsere Schiffen mit günstigen Winden versorgen kann und sind uns sicher: Der Sieg gehört uns!
17:15: Wie kann das sein? Hektors Flotte haben wir zerstört, aber an seinen Landeinheiten sind wir gnadenlos gescheitert. 500 Schleuderer sind Geschichte und zwar keine ruhmreiche. Hektor benennt sich um und heißt nun „Wall 8“. Ok, Lektion gelernt: Die Stadtmauer ist ziemlich wirkungsvoll in der Defensive…
18:00: Keiner will nach Hause. Noch eben die 30 Reiter bauen, nur kurz abwarten, bis der Speicher erweitert werden kann… Ich rieche wieder Lunte, denn ich habe ein Erfolgserlebnis. In Alandopolis wird das erste Grepolis-Stadtfest der Weltgeschichte gefeiert. Mit dem Fest erhöhe ich meinen Kulturwert und habe somit eine wichtige Voraussetzung geschaffen um gegnerische Städte. Nur wenige Minuten später erhöhen unsere Spieleentwickler die Rohstoffkosten für ein Stadtfest um 100 Prozent. Mein Grinsen wird breiter.
23:00: Die Nacht durchspielen will ich nicht. Aber ich habe Angst um meine Stadt. Wie im Rausch baue ich deshalb seit Stunden Hopliten und Bogenschützen um meine Defensive zu stärken. Meine Stadtmauer liegt bei 22. Ich fühle mich halbwegs sicher.
0:15: Ich kann nicht schlafen. Streitwagen, Zyklopen und Medusen schwirren mir im Kopf. Ich muss kurz nachschauen ob meine Stadt noch steht.
0:30: Alles ist gut. Anscheinend schlafen auch meine Kollegen. Kurz ist die Versuchung groß, ihre Schutzlosigkeit auszunutzen. Dann siegt die Vernunft.
Samstag, 8:30: „brain.exe hat einen göttlichen Blitz auf dich wirken lassen. Über der Stadt ziehen düstere Wolken auf, donnernd schlägt ein Blitz hernieder und hinterlässt nur noch ein beschädigtes Gebäude. Dein Marktplatz ist auf Level 7 gefallen.“ Soso, unser Azubi sucht Streit. Ich antworte, in dem ich Poseidon um ein Erdbeben bitte. Das war es dann erstmal mit seiner Stadtmauer…
Samstagnachmittag: Bundesliga oder Grepo? Ich beschließe meine Multi-Tasking-Fähigkeit auf die Probe zu stellen und sitze mit dem Laptop auf der Couch. In der Akademie kann ich die Übernahme erforschen. Gleichzeitig baue ich meinen Hafen auf Level 30 und das große Ziel ist erreicht: Endlich kann ich fremde Städte übernehmen, statt sie bloß um ihre Rohstoffe zu erleichtern.
Sonntag: Ich habe mein Eiland nicht mehr für mich alleine. In meinem Wahn, fremde Inseln zu erobern, habe ich meine Heimat außer Acht gelassen: Achilles hat sich auf meiner Insel breit gemacht. Und er ist bereits zu groß, um ihn klein zu halten. Nun gut, Konkurrenz belebt das Geschäft…
Montagvormittag: Achilles ist aufsässig und hat mir ein Erdbeben geschickt. Meine Stadtmauer hat gelitten, doch noch fühle ich mich sicher, denn ich liege in der Rangliste ja 5.000 Punkte vor ihm.
Montagnachmittag: Beim Zeus! Achilles hat meine Verteidigung überrannt und mich um sämtliche Vorräte beraubt. Ich hadere mit den Göttern und fühle mich grundsätzlich ungerecht behandelt. Ich war doch schließlich stärker! Bürokollege Mulla, alias Tim, hat eine ebenso bittere, wie einfache Weisheit für mich parat: „Punkte kämpfen eben nicht!“ Ich verfluche ihn dafür, dass er Recht hat.
Dienstag: Lerne aus deinen Fehlern, sagt Göttin Athene mir. Also rüste ich auf. Hopliten, Mantikore, Minotauren und Streitwagen. Dazu ein paar Triremen, Feuerschiffe und Brander. Ich fühle mich wieder stark, schließlich habe ich Zeus 24 Stunden rund um die Uhr gehuldigt und stehe bei ihm ganz hoch in der Gunst. Achilles, nimm dich in Acht! Ob ich mit zum Essen komme, liebe Kollegen? Doch nicht jetzt!!!
Mittwoch: Ich habe es geschafft. Achilles‘ Stadt gehört mir und wird prompt in Korinth umbenannt. Jetzt kann ich mit meinen Göttern noch besser taktieren. In Alandopolis huldige ich dem angriffslustigen Zeus, in Korinth gelten meine Gebete der Schutz bietenden Athene. Mein Expansionsdrang kennt kaum Grenzen.
Donnerstag: Ich fühle mich unaufhaltbar und erobere Sparta und Antioch. Jetzt werden dort Poseidon und Hera gepreist. Ich kann gleichzeitig mit Poseidon ein Erdbeben auf meine Feinde schicken und meine eigenen Städte mit Athenes Schutzgeist sichern. Platz 2 in der Bürorangliste ist die Folge und bis zur Spitze ist es nicht mehr weit.
Freitag: Metöken! Barbaren!! Alles haben sie mir genommen, die fiesen Pixelschubser. Diese Allianz der Unheiligen aus unserer Grafikabteilung hat sich gegen mich verschworen und eine Stadt nach der anderen überrannt. Aber ich werde mich rächen. Die Büro-Beta geht zwar zu Ende, aber die öffentliche Beta steht vor der Tür. Und dann werde ich mir Unterstützung sichern und den Pixelschubsern das Fürchten lernen. Seid ihr mit dabei?
Schon Ende letzten Jahres haben wir das Potential der dritt größten Online-Community entdeckt. Bei 49 Millionen Einwohnern, nutzen bereits über 28 Millionen Menschen in der Republik Korea das Internet über High-Speed Zugänge.
Mit unserem Partner Kyung Hyang Plus erreichen wir allein über das gleichnamige Printmagazin (www.khgames.co.kr) rund eine halbe Millionen Spieler wöchentlich. Es ist damit nicht nur im Internet eine der größten Plattform in der Spielbranche.
Die koreanische Version von Die Stämme ging am 1. Mai unter der Domain www.bujok.co.kr online! InnoGames ist damit der erste deutsche Browsergameentwickler, der die notwendige Lizenz erhielt, um ein Spiel in Korea betreiben zu dürfen.
Am vergangenen Sonntag fand bereits das erste Fan-Meeting in Seoul statt. Auf diesem konnten Spieler ihre Ideen zum Start einer neuen Spielwelt einbringen. Schon jetzt haben wir mehr als 20.000 Spieler in Korea begeistern können!